Additive Fertigung: Was Laserstrahl- und Elektronenstrahlschmelzen für Unternehmen heißen

11.4.2018

Auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April stellt die Fraunhofer Academy auch ihr neues Weiterbildungsprogramm zur Additiven Fertigung vor. Sie macht das Thema, das umgangssprachlich auch gern als 3D-Druck bezeichnet wird, mit einem eigenen Demonstrator erlebbar. Am Stand (Halle 2, C 22) können Interessenten sich anhand des Demonstrators über Vorteile und Grundlagen der Additiven Fertigung informieren und direkt drei exemplarische Teile begutachten, die durch die Methoden Laserstrahlschmelzen und Elektronenstrahlschmelzen gefertigt wurden.

Zu besichtigen sind zum einen eine Halterung aus dem Luftfahrtbereich (Helikopter), die auf hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht optimiert und mittels Elektronenstrahlschmelzen gefertigt wurde.

Für die Technologie des Laserstrahlschmelzens wird zum anderen eine Leichtbau-Welle mit integriertem Ritzel gezeigt, die eine effiziente Schmierung und Kühlung des Getriebes durch innenliegende Kühlkanäle ermöglicht.

Die gezeigte Leichtbau-Welle, die am Fraunhofer IGCV in Augsburg entwickelt wurde, hat erst kürzlich bei der Additive World Design Challenge 2018 den Design-Award gewonnen, da hier die Vorzüge additiver Fertigung auf einzigartige Weise in einem Produkt umgesetzt wurden.
Anhand einer Wabenstruktur werden im dritten Exponat auch die Potenziale des Leichtbaus für Kunststoffbauteile gezeigt. Im Gespräch mit den Experten der Fraunhofer-Institute IGCV und IFAM erhalten Besucher zudem eine erste Einschätzung zu den Potenzialen additiver Technologien für ihr Unternehmen.

 

Neue Seminarreihe bietet aktuelles Forschungswissen mit Praxisbezug

Die tiefgehende Auseinandersetzung mit Additiver Fertigung bietet dann das neue, gleichnamige Seminarreihe. Die drei kompakten, jeweils zweitägigen Schulungen bei renommierten Fraunhofer-Instituten sind darauf ausgerichtet, in kleinen Gruppen theoretisches und praktisches Wissen zu vermitteln – mit Kenntnissen aus der aktuellen Forschung und direktem Bezug zu Fragestellungen der Teilnehmenden. Dabei werden die Seminar-Teilnehmer auch selbst aktiv und lernen, ihr neues Wissen direkt praktisch umzusetzen.

Das Grundlagenseminar „Additive Fertigung und Implementierung“ liefert einen Überblick, wie man sowohl kunststoff- als auch metallbasierte additive Fertigungsverfahren in Unternehmen implementieren kann.  Auf dieser Grundlage, ergänzt um anwendungsorientierte Themenblöcke zum Beispiel zu Normen und Richtlinien, können Teilnehmende dann das Potenzial für ihr Unternehmen bewerten und nutzen.

Hinzu kommen zwei Vertiefungsseminare zu den Methoden „Laserstrahlschmelzen“ und „Elektronenstrahlschmelzen“.  Beide vermitteln detailliertes Prozesswissen. Sie behandeln die physikalischen Grundlagen, gehen auf Fallbeispiele ein und enthalten die praktische Arbeit an entsprechenden Anlagen. Zudem vermitteln sie Wissen über die entsprechenden Werkstoffe und Maßnahmen zur Qualitätssicherung.   

 

Am Fraunhofer Stand auf der Hannover Messe finden Besucher auch zur Seminarreihe Informationsmaterial und Ansprechpartner.