Impedanz (Z) |
Die Impedanz (Z) ist der Scheinwiderstand eines Wechselstromkreises gegen Strom, der sich aus Reaktanz und ohmschen Widerstand zusammensetzt. |
Impedanzspektroskopie |
Die Impedanzspektroskopie ist eine nicht-invasive Methode zur Charakterisierung frequenzabhängiger elektrischer Eigenschaften eines elektrochemischen Systems. Aus den erhaltenen Spektren können Rückschlüsse auf elektrische Transportmechanismen sowie auf die Beweglichkeit von Landungsträgern gezogen werden. |
Innenwiderstand |
Der Innenwiderstand entspricht der Summe aller inneren Widerstände in einer Batterie. Steigt der Stromfluss, erhöht sich der Spannungsabfall am Innenwiderstand und die Spannung sinkt. Im Einzelnen setzt sich der Innenwiderstand aus dem Polarisationswiderstand der elektrochemischen Umsetzung, dem Fließwiderstand der Ionen und den ohmschen Widerständen an den Elektroden zusammen. |
Ionenleiter |
Der Ionenleiter ist ein Gas, ein Festkörper oder eine Flüssigkeit, bei dem der Transport elektrischer Ladungen durch Ionen anstelle von Elektronen erfolgt. Typische Ionenleiter sind ionisierte Gase und Elektrolyte. |
Joule |
Maßeinheit für Energie. 1 Joule entspricht ca. der Energie, die nötig ist, um 100 g um einen Meter anzuheben. Statt Joule wird mitunter der Begriff Wattsekunde (Ws) verwendet. |
Kalander |
Ein Kalander ist ein System aus mehreren beheizten und polierten Walzen, durch deren Spalten eine Schmelze oder andere Materialien hindurchgeführt werden. Der Kalander wird benutzt, um die Elektroden nach der Trocknung auf die richtige Dicke und Dichte zu walzen. |
Kapazität |
Die Kapazität eines Akkus ist die verfügbare Elektrizitätsmenge, gemessen in Amperestunden. Es ist der Entladestrom, der bis zum Zeitpunkt des Erreichens der Entladeschlussspannung entnommen werden kann. |
Kathode |
Eine Kathode ist die Elektrode, an der die Reduktionsreaktion stattfindet. |
Keramik |
Der Begriff Keramik bezeichnet eine Vielzahl anorganischer und nichtmetallischer Werkstoffe. Keramische Hochleistungsmaterialien mit ihren einstellbaren Eigenschaften spielen in verschiedenen Batteriesystemen bereits eine entscheidende Rolle, z.B. für die natriumbasierte Hochtemperaturbatterie. |
Klemmenspannung |
Die Klemmenspannung ist die Spannung, die zwischen den Elektroden gemessen wird. |
Kurzschluss |
Als Kurzschluss bezeichnet man einen geschlossenen Stromkreis ohne Stromnutzer. Bei Batterien unterscheidet man zwischen internem und externem Kurzschluss. Ein interner Kurschluss kann durch das Wachstum von Dendriten durch den Separator verursacht werden. Ein externer Kurzschluss entsteht, wenn z.B. die beiden Pole einer Batterie direkt miteinander verbunden werden. |
Kühlsystem |
Das Kühlsystem von einem Akku sorgt dafür, dass die Akkus beim Laden nicht zu heiß werden und eine Explosionsgefahr ausgeschlossen werden kann. Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 und 35 Grad Celsius. Batterien werden entweder mit Luft oder mit Flüssigkeit gekühlt. |
Ladefaktor |
Der Ladefaktor ist das Verhältnis der für die Vollladung erforderlichen Elektrizitätsmenge zur vorher entnommenen Elektrizitätsmenge. Er beträgt je nach Akkutyp zwischen 1,2 und 1,5. |
Lademethoden |
Abhängig vom elektrochemischen System und von der Bauart werden für die Wiederaufladung von Akkumulatoren unterschiedliche Methoden zur zeitlichen Kontrolle und zum Verlauf des Ladestroms und der Ladespannung eingesetzt. Es gibt mehrere spannungs-, strom- und zeitgesteuerte Ladeverfahren. Zu denen zählen das Konstantspannungsladeverfahren, das Konstantstromladeverfahren ,das Pulsladeverfahren, das IU-Ladeverfahren und das Rückstromladeverfahren. |
Laderegler |
Ein Laderegler ist ein Gerät zur Überwachung und Regelung des Ladevorganges. Er schützt Akkus vor Tiefenentladung. |
Ladeschlussspannung |
Die Ladeschlussspannung ist die Spannung, bei der die Zelle oder Batterie vollständig geladen ist. |
Ladestation |
Die Bezeichnung Ladestation oder Ladesystem wird für Elektroautos benutzt, allerdings auch für Ladegeräte akkubetriebener Geräte, wie beispielsweise Smartphones, Digitalkameras, Handys und Akkuschrauber. Im Kontext der Elektromobilität geht es bei dem Begriff Ladestation um Elektrozapfsäulen für die Aufladung von Akkus für Elektroautos. |
Ladungszähler |
Der Ladungszähler ist ein Gerät zur Abschätzung des Ladezustandes der Batterie. |
Leerlaufspannung |
Die Leerlaufspannung ist die Spannung eines Akkumulators, die besteht, wenn kein Strom fließt, d.h. wenn kein Verbraucher angeschlossen ist. |
Leistungsdichte |
Durch Multiplikation von Strom mit zugehöriger Klemmenspannung erhält man die elektrische Leistung der Batterie. Bezieht man die abgegebene elektrische Leistung auf das Batteriegewicht, so erhält man die Leistungsdichte des Elements in W/kg. Bei Elektrofahrzeugen beispielsweise ist die Energiedichte einer Batterie bei einem festgelegten Batteriegewicht entscheidend für die Reichweite des Fahrzeugs. |
Leitfähigkeit |
Die Leitfähigkeit entspricht der Fähigkeit eines Stoffes, elektrische Ladungsträger, vor allem Elektronen und Ionen, zu transportieren. Die Leitfähigkeit der Elektroden sowie des Elektrolyts spielen bei elektrochemischen Systemen eine wichtige Rolle. |
Leitsalze |
Leitsalze werden in Elektrolyte gelöst und übernehmen den Ladungstransport, ohne an der Reaktion teilzunehmen. |
Lithium-Sauerstoff-Batterie |
Die Lithium-Sauerstoff-Batterie (Li-O2) mit einer theoretischen Energiedichte von mehr als 10000 mAh/g ist eine vielversprechende Technologie. Die größte Herausforderung ist, eine ausreichende Zyklenlebensdauer zu erreichen. Die Lithiumoxide und Peroxide, welche sich während des Entladens bilden, sind unlöslich und neigen dazu die Poren der Kathode zu verstopfen, was zu Kapazitätsverlusten führt. Um zu einem Durchbruch zu gelangen, müssen neue Katalysatoren sowie stabile und sichere Elektrolyte erforscht werden. |
Lithium-Schwefel-Batterie |
Die Lithium-Schwefel-Batterie (Li-S) weist von allen festen Materialkombinationen die höchste theoretische Kapazität auf (1672 mAh/g). Trotz der geringen Zellspannung von ca. 2,1 V können mit Lithium-Schwefel-Zellen Energiedichten zwischen 200 und 500 Wh/kg erzielt werden, was deutlich über dem Niveau von Interkalationssystemen liegt (150 – 220 Wh/kg). Weitere Vorteile sind, dass Schwefel sehr preisgünstig und weltweit in großem Maße verfügbar ist. Weiterhin sind Li-S-Zellen auch bei tiefen Temperaturen einsatzfähig. Eine Kommerzialisierung ist bislang jedoch noch nicht erfolgt, da die Zyklenstabilität gering ist und die Zellen eine hohe Selbstentladung und schlechte Effizienz aufweisen. |
Lithium-Ionen-Batterie |
Die Lithium-Ionen-Batterie (Li-Ion) weist eine hohe gravimetrische Energiedichte (bis zu 200 Wh/kg) auf. Sie ist thermisch stabil, besitzt eine niedrige Selbstentladung und unterliegt nahezu keinem Memory-Effekt. Ein Lithium-Ion-Akku beruht auf dem Austausch von Lithium-Ionen zwischen den beiden Elektroden. Es gibt viele Varianten von Lithium-Ion Systemen von Lithium-Ionen-Polymer-Akkus, über Lithium-Mangan-Akkus, Lithium-Titanat-Akkus bis hin zu den umweltfreundlichen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulatoren. |
Lösungsmittel |
Lösungsmittel sind Flüssigkeiten aus dem Bereich der anorganischen und organischen Verbindungen, die dazu benutzt werden, Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe aufzulösen, ohne dass es dabei zu chemischen Reaktionen zwischen gelöster Substanz und dem Lösungsmittel kommt. |