Softwarearchitektur

Softwarearchitekturen effektiv nutzen

Softwarearchitekturen – effektiv genutzt – erlauben zum einen Vorhersagen bezüglich des Erreichens von funktionalen und qualitativen Anforderungen. Zum anderen kann die Implementierung geplant und der Fortschritt kontrolliert werden. Und nicht zuletzt sind Softwarearchitekturen dazu da, die Systeme erweiterbar und anpassbar gegenüber Änderungen zu halten und zugleich die Vorgaben des Managements hinsichtlich Kosten und Dauer einzuhalten.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE hat sich im Rahmen seiner Forschung mit verschiedenen Fragestellungen der Softwarearchitektur beschäftigt, anwendungsorientierte Lösungen geschaffen und bietet nun unter dem Dach der Fraunhofer Academy das Seminar »Softwarearchitektur« an.

 

Kursdaten

Termine: 04.-08.05.2020, 26.–30.10.2020

Ort: Fraunhofer IESE Kaiserslautern

Kosten: 3 Tage Seminar 2.300 € / 5 Tage Seminar 3.500 €

Partner-Institut

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

 

Mehr Info

Zum Seminar Softwarearchitektur

Softwarearchitekturen sind der entscheidende Faktor, um bei der Entwicklung und Evolution von Softwaresystemen erfolgreich zu sein. Architekturen definieren Baupläne über Eigenschaften, Verhalten und Strukturen der Software.

Die Entwicklung und Nutzung von Softwarearchitekturen ist aus unserer Sicht eine kontinuierliche Aktivität, die während der gesamten Lebenszeit eines Systems stattfinden muss. In der Praxis herrscht allerdings oft Unklarheit darüber, wo und wie man Softwarearchitekturen einsetzt und durch welche Methodik und welche Werkzeuge Verbesserungen erreicht werden können.

Die Weiterbildung umfasst ein dreitägiges Grundlagenseminar, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit haben, Methodenwissen aufzubauen und das Erlernte in praktischen Übungen anzuwenden. Zur Vertiefung der erworbenen Kenntnisse kann das Seminar wahlweise um zwei Tage erweitert werden.

Zielgruppe

Softwarearchitekten

Softwareentwickler

Projektleiter

Qualitätsmanager

Ingenieure mit Schwerpunkt  Softwareentwicklung

Entscheidungsträger mit Berufserfahrung aus allen Software entwickelnden Branchen

 

 

Inhalte

Das Ziel des Seminars »Softwarearchitektur« ist es, die Teilnehmer in den typischen Tätigkeiten eines Softwarearchitekten zu schulen. Bei dem Seminar handelt es sich um eine dreitägige Schulung vor Ort am Fraunhofer IESE, die um zwei weitere Tage zur Vertiefung der Kenntnisse erweitert werden kann.

  • Tag 1: Grundlagen Softwarearchitektur
  • Tag 2: Design (Konstruktion von Architektursichten)
  • Tag 3: Bewertung von Architekturen

Optional: Vertiefung Modellierung und Design

  • Tag 4: Toolunterstützte Architekturmodellierung (bis 17:00)
  • Tag 5: Vertiefung Architekturdesign (bis 15:00)

Optionale Tage 4 und 5 können nicht mehr unabhängig bestellt werden (nur noch als Ganzes).

 

Neben dem Aufbau von Methodenwissen wird viel Wert auf die praktische Anwendung des Gelernten gelegt. Viele Übungen und der Austausch mit Experten festigen das erworbene Wissen der Teilnehmer. Nach dem Weiterbildungs-Seminar sind die Teilnehmer in der Lage, die eingeübten Ansätze in ihrer täglichen Arbeit zu verwenden.

Die Vielzahl unserer Projekte mit Industriepartnern zeigt, dass die vorgestellten leichtgewichtigen Ansätze auch in bereits existierende Prozesslandschaften bei Unternehmen eingepasst werden können.

Ihr Nutzen

Nach dem Seminar haben Sie das Wissen, um ...

 

Softwarearchitekturen in Ihrem Unternehmen einzusetzen

Unsere Schulungs-Methodik erlaubt den Teilnehmern, schnell einen praktischen Einstieg in das Thema Softwarearchitektur zu finden und nach dem Seminar Softwarearchitekturen eigenständig zu definieren, zu verwenden und zu bewerten.

 

Softwarearchitekturen pragmatisch zu nutzen

Softwarearchitekturen sind kein Selbstzweck, daher definiert unsere Methodik klare Anwendungsfälle. Insbesondere legen wir das Augenmerk der Weiterbildung auf Verwendungsszenarien für Architekturdokumentation: Wie kommt man von der Softwarearchitekturen zu etwas, das bei der Entwicklung und Evolution einsetzbar ist und in der täglichen Praxis hilft.

 

Softwarearchitekturen mit anderen Aktivitäten des Software Engineering zu verzahnen

Ergebnisse und industrielle Fallbeispiele zeigen, wie Softwarearchitekturen über den gesamten Lebenszyklus hinweg genutzt werden können.

 

Technologische Trends und Hypes einschätzen zu können

Der Name Fraunhofer steht für die objektive Darstellung von Inhalten. Im Gegensatz zu Wettbewerbern vermitteln wir eine neutrale Sicht auf das Thema.

 

Sie möchten die Rolle eines »Softwarearchitekten« leben?

Besuchen Sie unser Seminar und profitieren Sie von unserer Expertise!

Unsere Referenten

Dr. Matthias Naab, Dr. Dominik Rost, Balthasar Weitzel, Dr. Pablo O. Antonino und Dr. Johannes C. Schneider sind Softwarearchitekten am Fraunhofer IESE in Kaiserslautern. Ihre Expertise – konsolidierte Erfahrungen und Erkenntnisse aus mehr als 100 Projekten mit der Industrie in unterschiedlichsten Domänen und Systemklassen – liegt in der Definition, Verbesserung und Bewertung von Softwarearchitekturen.

Die Referenten sind am Fraunhofer IESE verantwortlich für Projektmanagement, Methodenentwicklung und Technologietransfer in Forschungs- und Industrieprojekten. Sie leiten Forschungsaktivitäten im Bereich Software- und Systemarchitekturen am IESE und koordinieren die Arbeit von 30 Teammitgliedern im Bereich Architektur.

Sie führen regelmäßig Schulungen für Praktiker zum Thema Softwarearchitektur durch, sowohl bei den regelmäßig am Fraunhofer IESE stattfindenden Seminaren als auch bei Kunden vor Ort. Sie halten zu diesem Themenbereich auch zahlreiche Vorträge und Tutorials auf Konferenzen ab und geben Vorlesungen an der Technischen Universität Kaiserslautern. Sie haben mehr als 100 Publikationen in den Bereichen Architektur, Wartung und Weiterentwicklung von Software veröffentlicht.

 

 

Kurzlebensläufe der Referenten:

 

 

Dr. Dominik Rost ist seit 2009 Softwarearchitekt am Fraunhofer IESE und leitet dort seit 2020 die Abteilung »Architecture-Centric Engineering (ACE)«. Er beschäftigt sich mit Themen rund um Softwarearchitekturen für Informationssysteme. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der Entwicklung praktisch anwendbarer Methoden und Werkzeuge für die Verbesserung von Architekturarbeit in Softwareentwicklungsprojekten. Im Jahr 2019 promovierte er an der TU Kaiserslautern zur effizienten Anwendung von Architekturdokumentation. Neben der angewandten Forschung leitet und führt er Beratungsprojekte mit Industriekunden aller Branchen durch, um die Architektur ihrer Produkte zu entwickeln, zu evaluieren und zu dokumentieren, und um die Fähigkeiten der Partner im Bereich Softwarearchitektur zu verbessern. Über seine Erfahrungen spricht er regelmäßig bei Konferenzen. Darüber hinaus leitet er das Seminar »Softwarearchitektur« der Fraunhofer Academy.

 

Dr. Matthias Naab leitet seit 2020 die Hauptabteilung »Information Systems« am Fraunhofer IESE. Von 2015 bis 2019 leitete er die Abteilung Architecture-Centric Engineering (ACE)«. Seit 2010 war er verantwortlich für den Themenbereich Architektur für Informationssysteme. Bevor er zum IESE kam, arbeitete er als Entwickler in der Logistikbranche. Matthias Naab promovierte 2012 an der Technischen Universität Kaiserslautern im Bereich Softwarearchitektur mit Fokus auf Verbesserung der Flexibilität von Informationssystemen. Seit einigen Jahren engagiert er sich insbesondere dafür, Digitale Ökosysteme und Plattformökonomie deutschen Unternehmen näherzubringen, besser verständlich zu machen und die richtige Position dazu zu finden. In diesem spannenden Thema wird der Einflussbereich von Architekten in einen noch größeren Kontext gesetzt und spannt sich über die Themen Geschäftsmodelle und Technologie bis hin zu rechtlichen Fragen, und das Ganze auch noch über zahlreiche Unternehmen hinweg. Erfahrungen aus der praktischen und pragmatischen Architekturarbeit teilt er gerne bei Konferenzen.

 

Balthasar Weitzel arbeitet seit 2009 als Forscher und Berater am Fraunhofer IESE und beschäftigt sich mit Softwarearchitekturen für Informationssysteme. Neben vielfältigen Projekten mit Industriekunden arbeitet er aktuell als Chefarchitekt im Projekt »Digitale Dörfer«, einem groß angelegten Forschungsprojekt zur Digitalisierung ländlicher Räume mit dem Ziel, ein offenes Ökosystem für digitale Dienste zu etablieren.

 

Dr. Johannes C. Schneider ist seit 2017 Mitglied der Abteilung  »Architecture-Centric Engineering (ACE)« am Fraunhofer IESE. Die Bandbreite der Projekte, in denen er als Entwickler und Architekt in der Industrie und am Fraunhofer IESE gearbeitet hat, ist groß und reicht von der Wartung und Erweiterung von Legacy-Software bis hin zur Entwicklung mit State-of-the-Art-Webclient-, Java- und Cloud-Technologien. Das Spektrum seiner Praxiserfahrungen gibt er auf Konferenzen, Seminaren oder als Dozent der TU Kaiserslautern weiter.

 

Dr. Pablo O. Antonino ist Leiter der Abteilung »Embedded Software Engineering« am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern. Die Kompetenzen der Abteilung umfassen Aufbau, Bewertung und Simulation von Architekturen für verlässliche eingebettete Systeme. Dr. Pablo O. Antonino arbeitet seit 2009 am Fraunhofer IESE. Davor war er als Softwareentwickler in verschiedenen Unternehmen tätig, die eingebettete Systeme und Informationssysteme entwickeln. Seinen Doktortitel erhielt er 2016 von der Technischen Universität Kaiserslautern.

Wie würden Sie das Seminar in einem Satz zusammenfassen?

  • „In dem Seminar wurde ein umfassender Vorschlag zur Ausgestaltung der Architektenrolle gemacht.“
  • „Gut organisiert, sehr hilfreich. Danke!“
  • „Bereichernd.“
  • „Ein umfassender Überblick über das Themengebiet mit praktischen Vertiefungen/Anwendungen; guter Austausch zw. Kollegen aus anderen Firmen.“
  • „Hat das komplexe Thema SW-Architektur vernünftig zusammengefasst um eine gute Grundlage zu schaffen, auf die man weiter aufbauen kann.“

Am besten gefallen hat mir...

  • „Sehr kompetente Antworten auf Frage.“
  • „Dozenten waren kompetent, hilfsbereit und konnten die Konzepte überzeugend darstellen.
  • „Die Kombination aus theoretischer Wissensvermittlung und den praktischen Übungen/Diskussionen.
  • Der praktische Teil sowie die Übungen, das bleibt einfach hängen.“
  • „Die Abwechslung zwischen Theorie und Übungen.“
  • „Die Qualität und Glaubwürdigkeit der vermittelten Inhalte.“
  • „Die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Branchen.“