Presseinformation

Neues Weiterbildungsangebot »Solar Energy Engineering« der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Fraunhofer ISE rüstet Fachkräfte für die Energiewende

14. Juni 2016

Im Rahmen der UN-Klimakonferenz, die Ende 2015 in Paris stattfand, verständigte sich die Weltgemeinschaft darauf, die Erderwärmung im Vergleich zum Niveau vor Beginn der Industrialisierung deutlich unter 2° Celsius zu halten. Die Etablierung und Weiterentwicklung der Solarenergie als eine der bedeutendsten regenerativen Energiequellen spielt für die Verwirklichung dieses Ziels eine entscheidende Rolle. Um Fach- und Führungskräfte umfassend auf die Energiewende vorzubereiten, bietet die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesystem ISE und der Fraunhofer Academy zwei Weiterbildungsmöglichkeiten zum Thema Solar Energy Engineering an: den neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang »M.Sc. Solar Energy Engineering« sowie ein Zertifikatsprogramm, in dem verschiedene »Solar Energy Engineering Certificates« absolviert werden können. Beide Angebote beginnen im Oktober. Sie sind international ausgelegt und finden in englischer Sprache statt. Bewerbungsschluss für das Masterstudium ist der 1. September 2016 und für das Zertifikatsstudium der 1. Oktober 2016. Vom 22. bis 24. Juni stellen das Fraunhofer ISE und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg die neuen Studieninhalte auf der Messe Intersolar Europe in München vor (Standnummer A1.540).

© University of Freiburg / Klaus Polkowski
Die Lerninhalte des Masterstudiums »M.Sc. Solar Energy Engineering« erstrecken sich von Entwicklung und Design solarer Systeme über deren Produktion bis hin zum fachgerechten Aufbau von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen.

Masterstudiengang und Zertifikatsprogramm starten im Oktober 2016

Das Weiterbildungsangebot »Solar Energy Engineering« richtet sich vor allem an Personen mit naturwissenschaftlichem oder technischem Hintergrund und an Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich Solarenergie erweitern wollen. Fachkräfte aus der Produktion oder im Vertrieb solarer Systeme sowie Einsteigerinnen und Einsteiger im Bereich der Solarenergie können hier Hintergrundwissen vertiefen. »Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer ISE und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg engagieren sich mit ihrem anerkannten Fachwissen aus allen Bereichen der Nutzbarmachung der Solarenergie für den neuen Masterstudiengang, sodass unser Angebot das gesamte Spektrum der Solartechnik abdecken wird«, erläutert der Direktor des Weiterbildungsprogramms Prof. Dr. Stefan Glunz vom Fraunhofer ISE.

© University of Freiburg / Klaus Polkowski
Solar Energy Engineering: Das Studium ist nach dem Prinzip des Blended Learning organisiert und setzt sich aus Onlinelernphasen sowie Präsenzphasen zusammen.

Die inhaltliche Kombination des »M.Sc. Solar Energy Engineering« ist weltweit einmalig

Die Lerninhalte des Masterstudiums »M.Sc. Solar Energy Engineering« erstrecken sich von Entwicklung und Design solarer Systeme über deren Produktion bis hin zum fachgerechten Aufbau von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen. Mit dieser Kombination aus fachlicher Breite und wissenschaftlicher Tiefe ist der Studiengang weltweit einzigartig. In Vorbereitungsmodulen werden Studierenden die physikalischen, mathematischen und elektrotechnischen Grundlagen der Solarenergie vermittelt. Im Zentrum des Studiums stehen drei Pflichtmodule, die einen umfassenden Überblick über die Physik und Technologien der Solarzellen, der Photovoltaiksysteme und der Solarthermie geben und die komplette Herstellungskette von den Markt dominierenden kristallinen Siliziumsolarmodulen betrachten. Mit der Wahl verschiedener Module können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuelle Schwerpunkte setzen, etwa in den Themenbereichen »Solarzelltechnologien«, »Charakterisierung und Modellierung«, »Photovoltaische Systeme und Netzintegration« oder »Solarthermie«.

Das Studium ist nach dem Prinzip des Blended Learning organisiert, das heißt, es setzt sich aus Onlinelernphasen, freiwilligen Campusphasen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und obligatorischen Laborkursen im eigens eingerichteten Lernlabor am Fraunhofer ISE zusammen. Die Prüfungen können vor Ort in Freiburg, aber auch an einer Universität oder an einem Goethe-Institut nahe dem eigenen Wohnort abgelegt werden. Das neue Masterstudium beginnt im Oktober 2016, Bewerbungsschluss ist der 1. September 2016.

 

Qualifizierung im Zertifikatsprogramm zu einzelnen Themenschwerpunkten

Fünf Module des Studiums sind im Rahmen eines Zertifikatsprogramms auch einzeln belegbar und werden mit einem Universitätszertifikat abgeschlossen. Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich später für den Masterstudiengang entscheiden, werden vorab absolvierte Module angerechnet. Anmeldeschluss für das Zertifikatsprogramm ist der 1. Oktober 2016.

Weitere Informationen zum Weiterbildungsprogramm auf www.academy.fraunhofer.de/de/weiterbildung/energie-nachhaltigkeit/solar-energy-engineering.html.

Fraunhofer Academy

Die Fraunhofer Academy bündelt die Weiterbildungsangebote der Fraunhofer-Gesellschaft unter einem Dach. Neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung fließen unmittelbar in die Lehrinhalte ein. Dies garantiert einen einzigartigen Wissenstransfer aus der Fraunhofer-Forschung in die Unternehmen. Die berufsbegleitenden Studiengänge, Zertifikatskurse und Seminare richten sich an Fach- und Führungskräfte. Sie basieren auf den Forschungstätigkeiten der Fraunhofer-Institute in Kooperation mit ausgewählten und renommierten Partneruniversitäten und Partnerhochschulen. Weitere Informationen auf www.academy.fraunhofer.de.

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen über 1,8 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien gefördert.