Sichere Identitäten für IoT

Eine sichere IoT-Infrastruktur setzt eine sichere Authentifizierung der verbundenen Geräte voraus. Physical Unclonable Functions (PUFs) werten Fertigungsschwankungen in elektronischen Schaltungen aus, um jedem Gegenstand ein einzigartiges Verhalten zu geben. Challenge-Response Protokolle ermöglichen es, mit Hilfe von PUFs Geräte auch ohne kryptografische Algorithmen zu authentifizieren. Außerdem können Schlüssel für kryptografische Algorithmen zur Laufzeit mit PUFs erzeugt werden, sodass sie nicht dauerhaft im System gespeichert werden müssen.

Termin Auf Anfrage
Dauer 1 Tag Präsenz 
Kurssprache  Deutsch 
Lernziel  Dieses Modul gibt einen Überblick über die Funktionsweise und Anwendungen von PUFs mit Beispielen aus der aktuellen Forschung. Vorgestellt werden Szenarien für den Einsatz von PUFs, Vergleich mit anderen Technologien, PUF-Schaltungen, Protokolle für Lightweight Authentifizierung, Fehlerkorrekturverfahren und Angriffe auf PUFs.
Zielgruppe  IT-Security Fachexperten, Hardware-Architekten, Manager oder technische (Projekt-) Leiter in Entwicklungsprojekten
Voraussetzungen  Grundlagen IT-Security. Es wird kein Vorwissen in Hardware Security oder Elektrotechnik benötigt.
Maximale Teilnehmerzahl  16 Teilnehmende 
Veranstaltungsort  Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC), Business Campus, Parkring 4, 85748 Garching bei München 
Teilnahmegebühr  600€ 

  • Authentifizierung in IoT Infrastrukturen
    • Stand der Technik
    • Vorteile durch PUFs
  • Von der physikalischen Fertigungsschwankung zur Sicherheit
    • Einführung PUF Schaltungen
    • Leichtgewichtige Authentifikation ohne Kryptografie
    • Generierung kryptografischer Schlüssel mit PUFs
  • Sicherheitsanalyse
    • Bewertung von PUF Daten
    • Angriffe und Gegenmaßnahmen

Dr. Matthias Hiller:

Herr Matthias Hiller leitet die Physical Security Technologies Gruppe des Fraunhofer AISEC. Er studierte Elektrotechnik an der Universität Ulm und der Portland State University (USA) und war von 2011 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München. Thema seiner Dissertation waren sichere Schlüsselableitungsverfahren mit PUFs. Seit 2012 hat er über 20 wissenschaftliche Veröffentlichungen zu verschiedenen Aspekten von PUFs verfasst. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Manipulationsschutz, PUFs und Fehlerkorrekturverfahren.

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