Grundlagen der IT-Sicherheit für die Produktion

Moderne Produktionsanlagen sind hochgradig vernetzt. Eingebettete Systeme kommunizieren selbstständig miteinander, Planungssysteme aus der Cloud berechnen Auftragsschritte und Maschinenbelegungen, Anlagenführer überwachen und steuern aus der Ferne, Wartungspersonal greift weltweit zu und führt Konfigurationsänderungen aus.
In der vernetzten Welt endet der Schutz von Produktionsanlagen nicht mehr am Gebäude oder am Fabrik-Gelände. Über die Netzwerk-Verbindungen können Angreifer in die Systeme eindringen und diese manipulieren, Schadcode-Infektionen können weite Bereiche vollständig lahmlegen und dabei auch immense physische Schäden sowie Gefahren für Leib und Leben verursachen. Nicht erst seit Meldungen über Stuxnet, Duqu, Flame und Havex ist klar, dass Produktionsanlagen Ziele für Cyber-Angriffe sind. IT-Sicherheit in der industriellen Produktion muss dabei spezifische Randbedingungen berücksichtigen, die im Büro-Umfeld, bei PC-Arbeitsplätzen und Internet-Servern so nicht zu finden sind. Die Steuerung von Produktionsanlagen stellt Echtzeit-Anforderungen, die Veränderungen auf den Systemen schwierig bis unmöglich machen. So können Software-Patches auf den Systemen, Installation von Überwachungs-Software, Malware-Scannern und Antivirus-Programmen die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen, Firewalls im Netzwerk und verschlüsselte Verbindungen zwischen den Systemen können die Echtzeitbedingungen beeinträchtigen. Auch der vergleichsweise lange Nutzungszeitraum von Hard- und Software in der Produktion unterscheidet sich erheblich von anderen IT-Einsatzgebieten.

Das Seminar im Überblick

Termin  Auf Anfrage
Dauer  3 Tage Präsenz 
Kurssprache  Deutsch 
Lernziel  Die Teilnehmer erlernen Grundlagen der IT-Sicherheit in der Produktion die dabei helfen, Produktionsanlagen bzw. Automatisierungssysteme abzusichern.
Zielgruppe  Alle Mitarbeiter der Produktion, die bisher noch keine Berührungspunkte mit dem Thema IT-Sicherheit hatten.
Vorraussetzungen  Grundlagenkenntnisse in der Automatisierungstechnik (beispielsweise Feldbusse, SPS, MES, etc.) sind hilfreich.
Minimale Teilnehmerzahl  6 Teilnehmende 
Maximale Teilnehmerzahl  12 Teilnehmende 
Veranstaltungsort  Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung,  Fraunhoferstr. 1, 76131 Karlsruhe
Teilnahmegebühr  1800€ 

Grundlagen der IT-Sicherheit für die Produktion, u.a.

Definitionen IT-Sicherheit

Grundlagen IT-Sicherheit "Netzwerk"

ICS-Security Management und Standards

Grundlagen IT-Sicherheit "Software"

Praktische Übungen am IT-Sicherheitslabor für die Produktion um das gelernte praktisch zu nutzen

Dr.-Ing. Christian Haas:

Studium und Promotion Informatik mit Schwerpunkt Telematik und IT-Sicherheit. Themengebiete: IT-Sicherheit für Industrie 4.0 und kritische Infrastrukturen. Projektleitung von Industrie- und Forschungsprojekten sowie Lehre an der Universität Karlsruhe (TH) bzw. dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
 

Dipl.-Inform. Gerhard Sutschet:

Studium Informatik mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz. Themengebiete: Diagnose technischer Systeme, qualitative Logik und Temporallogik, industrielle Produktionsleitsysteme, MES, Industrie 4.0. Projektleitung von Industrie- und Forschungsprojekten sowie Lehre an der Universität Karlsruhe (TH) und der Berufsakademie Karlsruhe.

 

Dipl. Inform. Steffen Pfrang

 

M. Sc. David Meier 

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