OSINT für Behörden und kriminalistische Institutionen

Die Recherche nach möglichen Spuren im Rahmen fallspezifischer Untersuchungen ist ein zentraler Bestandteil heutiger digitaler Investigationen. Diese können mithilfe von forensischen  Analysewerkzeugen unterstützt werden. Eine universell einsetzbare Alternative zu kommerziellen Lösungen bilden dabei Werkzeuge aus der  Open Source Community.

Das Seminar im Überblick

Termin 20.09.2017 - 21.09.2017 (Anmeldung bis: 5.09.2017)
Dauer 2 Tage Präsenz 
Kurssprache  Deutsch 
Lernziel  Die Teilnehmenden werden befähigt im Umgang mit dem Betriebssystem Kali-Linux und Open-Source Werkzeugen für fallspezifische Untersuchungen wie z.B.: Maltego, Recon-ng und Tor-Browser. Den Teilnehmenden soll ein umfangreiches Verständnis darüber vermittelt werden, einzelne Prozessketten für das Informationsgathering zu realisieren.
Zielgruppe  Das Modul richtet sich gezielt an Personen aus kriminologischen Institutionen und Behörden.
Vorraussetzung  Problemloser Umgang mit dem PC.
Minimale Teilnehmerzahl  10 Teilnehmende
Maximale Teilnehmerzahl  20 Teilnehmende
Veranstaltungsort  Hochschule Mittweida, Technikumplatz 17, 09648 Mittweida 
Teilnahmegebühr  1.200€ 

Im Rahmen dieses Moduls werden neben Grundlagen im Umgang mit dem Betriebssystem Kali-Linux, umfangreiche Kenntnisse in der Handhabung von Werkzeugen zur Abbildung standardisierter moderner Prozessketten vermittelt. Dabei stehen digital-forensische Vorgehensmodelle und -strategien für das Informationgathering, für die Analyse sozialer Netzwerke und des DarkNet im Vordergrund. Insbesondere die Thematik moderner digitaler Bezahlmethoden wie Bitcoin, deren Spuren und Werkzeugen (Maltego) zur automatisierten investigativen Analyse von Informationsrelationen werden Bestandteil dieses Moduls sein.

Prof. Dr. rer. nat. Dirk Labudde:

Dirk Labudde ist seit dem Jahr 2009 Professor an der Fachhochschule Mittweida. Er erhielt sein Diplom im Jahr 1993 sowie seinen Doktortitel im Bereich der theoretischen Physik im Jahr 1997 an der Rostocker Universität. Nebenbei absolvierte er ein Studium der Medizinphysik an der Universität Kaiserslautern. Dirk Labudde arbeitete später als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Medizinischen Fakultät für Neurochirurgie in Neubrandenburg, am Leibnitz-Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin, an der Technischen Universität München und Technischen Universität Dresden. Neben seiner Professur für Bioinformatik erhielt Dirk Labudde eine weitere Professur für Forensik im Jahr 2014. Seine Forschungsschwerpunkte sind Algorithmen und Berechnungsmethoden in der (digitalen) Forensik und der strukturellen Bioinformatik, was ihm bis zum heutigen Tage über 300 Publikationen erbracht hat. Des Weiteren ist seine aktuelle Forschungstätigkeit im Bereich der Forensik eng geknüpft zu Kooperationspartnern wie dem Bund Deutscher Kriminalbeamter, dem LKA Thüringen und den Polizeidirektionen Chemnitz.