Crimpen nach Industriestandard

Steckertechnologie / Crimpen

Die zunehmende Elektrifizierung innerhalb vieler Industriezweige stellt die Verbindungstechnik vor neue Herausforderungen. Mit der Entwicklung elektromobiler Fahrzeugkonzepte steigt z. B. der Bedarf an Hochstrom- und Hochspannungs-Kontaktierungen im Fahrzeugsektor stark an. Materialvielfalt und die Auswahl geeigneter Verbindungstechniken erfordern ein breites, auf die Praxis ausgerichtetes Wissen.

Das Verständnis für hochzuverlässige elektrische Verbindungen sowie die erforderlichen Fertigkeiten im Bereich der Herstellung und der Fehleranalyse sind nur über professionelle Qualifizierungsmaßnahmen zu gewährleisten.

Kursdaten

Temine:
6. - 8.03.2017
10. - 12.05.2017

13. - 15.11.2017

Jeweils 30 Ausbildungsstunden á 45 Minuten

Ort: Zentrum für Verbindungstechnik in der Elektronik, Argelsrieder Feld 6, D-82234 Oberpfaffenhofen-Weßling

Kosten: 1.180 €

Zur Anmeldung

Partner-Institut

Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

 

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Der Kurs im Überblick

Abschluss Teilnahmezertifikat
Dauer 3-tägiges Seminar
Unterrichtssprache Deutsch

Inhalte

 

Theroetische und praktische Schwerpunkte sind u.a.:
  • Merkmale von Crimpverbindungen
  • Vorstellung verschiedener Handzangen, Crimp-Pressen und Automaten Crimps, Aufzeigen der Problematik des Aluminium-Crimpens
  • Normen, Datenblätter, Standards und Zertifizierungsmöglichkeiten für qualitativ hochwertige Produktanfertigung
  • Fehlervermeidung und Prüfung von hergestellten Verbindungen
  • Praktische Handhabung von Abisolierern, Crimpwerkzeugen und Crimp-Automaten
Studienorganisation Drei Tage am Zentrum für Verbindungstechnik (ZVE) des Fraunhofer IZM in Oberpfaffenhofen. Die Prüfung findet am letzten Kurstag statt.
Gebühren 1.180 € inkl. Kursunterlagen für alle 3 Tage, Prüfungsgebühr, Verbrauchsmaterialien für die praktischen Übungen sowie Mittagsimbiss und Pausengetränke
weitere Informationen Die Crimpschulungen finden im neu konzipierten Lernlabor des Zentrums für Verbindungstechnik (ZVE) statt.

Zielgruppe

Personal aus Entwicklung, Qualitätssicherung, Arbeitsvorbereitung und Fertigung von Crimpverbindungen.

Kursinhalte

Crimpverbindungen sind entscheidende mikroelektronische Verbindungselemente, die zur Übertragung elektronischer Leistung zum Einsatz kommen. Dieser Kurs ist daher ein MUSS für die Industrie und spricht dabei sowohl Entwickler wie auch Fertigungsmitarbeiter an.

Die Themenbereiche, die der Lehrgang abdeckt, reichen von der Entwicklung, Arbeitsvorbereitung und Qualitätssicherung bis zur praktischen Arbeit an der Werkbank.

  • Aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten der Herstellung von Crimpverbindungen werden für die meisten deren Merkmale hauptsächlich in der Theorie aufgezeigt.
  • In der Praxis werden zum einen Handzangen für Vier-Backen-Crimpung, blanke und isolierte Kabelschuhe, Aderendhülsen und BNC- Stecker vorgestellt. Zum anderen werden an Crimp-Pressen und Automaten Crimps mit geschlossenen wie offenen Hülsen, aber auch Vier-Backen- Crimpungen bei Kabeln bis AWG 0 gezeigt. Weiterhin wird versucht, die Problematik des Aluminium-Crimpens aufzuzeigen. Die abgedeckten Kabelstärken reichen von AWG 26 (ca. 0,20 mm²) bis AWG 0 (ca. 70 mm²).
  • Den Teilnehmern werden wichtige Schritte zur qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Anfertigung eines Produkts vermittelt. Hierbei werden Normen, Datenblätter, Standards und Zertifizierungsmöglichkeiten besprochen.
  • Für die Vermeidung typischer Fehler werden Beispiel-Verbindungen erarbeitet und dabei auf mögliche Komplikationen eingegangen.
  • Zur Prüfung von hergestellten Verbindungen werden verschieden Möglichkeiten vorgestellt, wie z.B. Spannungsabfallmessung, Zugprüfung oder Herstellung eines Schliffbildes mit einem transportablen Schlifflabor.

Im Kurs dürfen die Teilnehmer selbst praktisch tätig werden. Sie werden geschult im Umgang mit verschiedene Abisolierern und den oben genannten Crimpwerkzeugen, sowie eingewiesen im Einstellen und in der Handhabung der Crimp-Automaten. Das Prüfen der Zangen und Automaten wird besprochen. Anschließend werden mit diesen Werkzeugen nach Arbeitsanweisung verschiedene Verbindungen hergestellt und mit unterschiedlichen optischen Systemen nach der IPC/WHMA-A620B geprüft. Fehler und Unstimmigkeiten werden mit den Teilnehmern diskutiert.