#DIGITAL IST BESSER - Der Blog der Fraunhofer Academy

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    Kühlschrank, Fernseher, Babyfon, Kamera, Videorekorder, Backofen, Spül- und Waschmaschine – in modernen Haushalten wird eine wachsende Zahl der Hausgeräte per Smartphone gesteuert und mit dem Internet verbunden. Dadurch wächst das Internet of Things (IoT) und bietet Cyberkriminellen eine Vielzahl neuer Angriffsflächen. Nutzer und Hersteller stehen beide in der Pflicht, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um internetfähige Geräte vor Cyberattacken zu schützen.

    Dass die harmlose kleine Box in ihrem Wohnzimmer für groß angelegte Cyberangriffe missbraucht werden sollte, haben die meisten Telekom-Kunden im vergangenen Dezember sicher erst bemerkt, als sich ihr Internetanbieter bei ihnen meldete und sie bat, ihren Router neu zu starten. Zuvor hatten Profihacker mehrere Hunderttausend Netzwerkgeräte gekapert und wollten sie zu einem sogenannten Botnetz zusammenschließen. Dieser Verbund internetfähiger Elektronik wird von Cyberkriminellen dazu genutzt, um Distributed-Denial-of-Service-Attacken auszuüben, die durch Serverüberlastung den Ausfall populärer Internetservices erzwingen. Dadurch ließen sich nach einem erfolgreichen Angriff des derzeit größten Botnetzes Mirai im Oktober 2016 auf den Internetdienstleister Dyn die Webseiten von Amazon, Twitter, PayPal und Netflix nicht mehr aufrufen. Die Betreiber dieses großen Netzwerks kontrollieren mehr als 400.000 Geräte – und vermieten das Botnetz mittlerweile sogar. Der Grund, warum Hacker in die Telekom-Router eindringen konnten, war der gänzlich ungeschützte Fernwartungszugang, über den die Telekom die Geräte warten und aktualisieren kann. Abschalten konnten die Nutzer diesen offenen Zugang nicht – eine Tatsache, die die Frage nach der Verantwortung für die Cybersicherheit von Hausgeräten stellt.

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