#DIGITAL IST BESSER - Der Blog der Fraunhofer Academy

  • Prof. Georg Sigl: Sicherheit in der Informationstechnik; Das Bild zeigt einen Studenten (Muhammad Ameen Yousuf) beim Einschleusen und Auswerten von Signalfehlern (glitches) während seiner Abschlussarbeit am Lehrstuhl. Die so gewonnen Informationen können anschließend für einen Angriff auf die Zielplattform genutzt werden. Foto: Andreas Heddergott / Verwendung frei fuer die Berichterstattung ueber die TU Muenchen unter Nennung des Copyrights

    Durch die Digitalisierung nahezu aller Lebens- und Arbeitsbereiche und die durchgängige Vernetzung von Systemen und Maschinen im Zuge des Internet of Things (IoT) hat die Informationstechnologie einen nie zuvor gekannten Stellenwert erreicht – und damit auch die Sicherheit. Denn jedes System hat Schwachstellen. Überdies reißt die Zusammenführung von physischen Systemen mit virtuellen Objekten zu cyberphysischen Systemen bislang zuverlässige Schutzwälle ein.

    Hacker wissen dies allzu gut und haben sich frühzeitig darauf eingerichtet. Aus Cyberangriffen lässt sich Kapital schlagen, ob durch das Ausspähen von Informationen oder digitale Sabotageakte gegen Unternehmen jeder Größenordnung und die öffentliche Verwaltung. Somit professionalisieren sich Cyberkriminelle und ihre Angriffsmethoden immer weiter. Ganze Hacker-Gruppen bedrohen mit Schadprogrammen nicht nur die Wirtschaft und Industrie, sondern auch Bereiche des Allgemeinwohls. Erpressungsfälle mit Ransomware, welche die Informationssysteme von kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäusern lahmlegen und groß angelegte Botnetz-Angriffe, wie Ende 2016 DDoS-Attacken des Mirai-Botnetzes, lassen das Bedrohungspotenzial allzu deutlich werden wie auch die Schlussfolgerung: Klassische Abwehrmaßnahmen 2.0 versagen gegenüber Angriffsszenarien 4.0.

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