Lernassistenzsystem PickNick

© Foto Fraunhofer IML

Ansicht aus der Lernumgebung PickNick

Das Arbeitsfeld der Lagerlogistik ist, bedingt durch befristete Arbeitsverhältnisse, Rotation und den Einsatz von Aushilfskräften zu Spitzenzeiten, geprägt von einer hohen Mitarbeiterfluktuation. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden unter hohem Zeitdruck auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet und in diese eingearbeitet. Eine optimale Vorbereitung sollte vor dem eigentlichen Einstieg in die Arbeit erfolgen und realitätsnah durchgeführt werden. Die Ausbildung mit Fachbüchern und durch Kurse ist dabei oft zu universell und abstrakt. Das Lernen direkt am Arbeitsplatz im Lager hingegen beeinträchtigt den laufenden Betrieb. Lagerfachkräfte sind in der Realität zu hohem Zeitdruck ausgesetzt, sodass qualifizierende Maßnahmen trotz des fluktuationsbedingten hohen Bedarfs minimiert werden.

Das Lernassistenzsystem im Überblick

Die Ausgangssituation

Die Situation der Fachkräfte in Lagern und Versandbereichen ist oft von hoher Fluktuation und von permanentem Zeitdruck geprägt.

Warum PickNick?

  • Hohe Fluktuation: Viele Aushilfskräfte zu Spitzenzeiten (z.B. Weihnachten), befristete Arbeitsverhältnisse und Rotation
  • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben oft keine Qualifikation im Logistikbereich
  • Veränderungen bezüglich neuer Technik, neuer Prozesse und Software
  • Theoretische Ausbildung oft zu abstrakt, Zeitfaktor spielt eine große Rolle
  • Auf Grund des permanenten Zeitdrucks können neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht eingearbeitet werden
  • Lernen im Lager und Versandbereichen behindert den laufenden Betrieb

Was kann PickNick?

  • Schnelles Anlernen in einer 3D-Arbeitsumgebung
  • Sensibilisierung für Logistikprozesse
  • Kennenlernen der Tätigkeit von Arbeitsantritt, nahtloser Übergang in den Betrieb
  • Sonderprozesse simulieren und erproben
  • Kennenlernen von verschiedenen Kommissionierstrategien und unterschiedlicher Technik
  • Komplexität wird individuell gesteigert
  • Highscore und anonymisierte Vergleiche mit anderen Lernern

Das Szenario

In der Lernumgebung PickNick soll der Anwender in der Rolle des Pickers "Nick" aus der Ich-Perspektive verschiedene Arbeitsplätze, Aufgaben, Standardprozesse kennenlernen und intensiv eintrainieren sowie Fehlersituationen erkennen und souverän absolvieren können. Die Auswirkungen eigener Entscheidungen werden hierbei unmittelbar visualisiert und erlebbar. Zur Wissensvermittlung bietet sich der Einsatz von Planspielen an (sogenanntes Serious Gaming), da diese das Erschließen neuer Themenfelder in kurzer Zeit ermöglichen, ortunabhängig und detailreich reale Abläufe und Umgebungen abbilden und durch das Internet und mobile Endgeräte praktisch überall und immer verfügbar sind.